Techniktreffen

Die Nightline-Stiftung unterstützte das erste deutschlandweite Technik-treffen vom 20. bis zum 22. September 2013. Wieso die Nightlines überhaupt ein deutschlandweites Technikteam haben und was auf so einem Techniktreffen passiert, erfahren Sie nun aus erster Hand:

Blinddate
Wir hatten Namen, denen wir Stimmen und Fähigkeiten zuordnen konnten – aber die Menschen dahinter waren uns bis zu diesem Wochenende fast allen noch unbekannt. In Berlin trafen wir nun aufeinander. Angereist aus Köln, Aachen, Heidelberg und Potsdam verbrachten wir unser Wochenende bei boost-project.com, die uns freundlicherweise beherbergten. Es traf geballtes Know-How aufeinander und vom Nerd-Faktor wollen wir jetzt gar nicht anfangen.

Wie lief es bisher?
Soweit die Nightlines Mitglieder mit der entsprechenden Qualifikation oder Motivation haben, entsenden sie diese ins deutschlandweite Technikteam. Einmal monatlich hatten wir uns bisher in Telefonkonferenzen und virtuell auf unserem Server getroffen, um die Technikgrundlage der Nightlines in Deutschland zu betreuen und zu gestalten. Unser Team setzt sich aus den verschiedensten Leuten zu sammen. Niemand kann alles, aber für fast alles haben wir ein Teammitglied. Ein gemeinsames Treffen haben wir uns vor allem gewünscht, da es für gute Teamarbeit unabdingbar ist, die Teammitglieder nicht nur übers Telefon zu kennen. Strukturiertes Arbeiten lässt sich auch besser an einem Wochenende als in einer 1- oder 2-stündigen Telefonkonferenz organisieren und es macht viel mehr Spaß, die Menschen zu kennen, mit denen man zusammenarbeitet.

Obwohl auf den ersten Blick eine Nightline recht wenig mit Technik zu tun hat, kann diese doch ungemein die Arbeit der einzelnen Vereine vereinfachen und die Zusammenarbeit unterstützen. In einem internen Wiki werden Informationen ausgetauscht und beste Verfahren gesammelt. Jede Stadt besitzt ihre eigene Untergruppe im Wiki, über das die Vereinsarbeit läuft. Damit am Ende des Semesters ausgewertet werden kann, wie viele Anrufe und Stunden die NightlinerInnen? am Telefon saßen, gibt es ein Dienstlog, in das die entsprechenden Daten eingetragen werden, um sie danach automatisch auszuwerten. Mailinglisten vereinfachen die vereinsinterne und deutschlandweite Kommunikation. So eine Technik läuft natürlich nicht einfach, sondern muss stetig gewartet und verbessert werden, damit sie auf dem neusten Stand bleibt.

Was haben wir also gemacht?
Nach einer ersten Erwartungsabfrage von uns und der Vorstellung der Ergebnisse unserer Userumfrage haben wir zum Kennenlernen mit dem begonnen, was wir am besten können: Auf dem Server arbeiten. Viele kleine Punkte, die sich auf unserer Aufgabenliste angesammelt hatten, konnten so in kürzester Zeit in Zweiergruppen abgearbeitet werden (jep – Pair-Programming ist auch einer der Grundsätze, die wir uns vorgenommen haben); und wenn man zu zweit nicht weiter kam, war die Lösung sicher bei den anderen 4 zu finden. Die ersten Erfolgserlebnisse eingefahren, machten wir uns nun an die Zukunftsplanung. Ein Wunsch der TeilnehmerInnen? war, dass wir einen Arbeitsmodus finden, in dem wir trotz unserer örtlichen Verteiltheit eine gute Zusammenarbeit etablieren können. Unser Ansatz sind „Teambeauftragte“: Jedes Quartal hat jemand anders diesen Hut auf und für die drei Monate die Aufgabe, sich sowohl um die anstehenden Projekte und Aufgaben sowie um die Teammitglieder zu kümmern. Teils studieren wir noch oder promovieren schon, befinden uns kurz vor dem Abschluss oder mittendrin – die Team-Zusammensetzung ist sehr bunt und hier hilft es, wenn jemand den Überblick behält, wer gerade wo steht und wie viel Zeit hat oder eben auch keine Zeit hat und mehr Unterstützung braucht. So können die Projekte entsprechend der Bedürfnisse der Teammitglieder umgesetzt werden, so dass am Ende kein Projekt vergessen wird und kein Mitglied den Anschluss verliert. Dass das natürlich nicht immer ganz so einfach ist, obwohl wir nur 12 Mitglieder im Team haben, ist klar, aber wie immer in der Nightline-Arbeit gibt es die so genannten Soft-Skills gleich umsonst mit dazu. 🙂

Fazit
Am Ende waren wir alle erstaunt, wie viel wir geschafft haben an nur einem Wochenende. Wir sind gespannt auf die Projekte, die wir uns vorgenommen haben und wie unsere Organisation mit den Teambeauftragten funktioniert. Wir fahren motiviert und mit einer Menge neuer Aufgaben in unsere Heimatstädte zurück. Der ausdrückliche Wunsch aller war, dass wir dieses Treffen wiederholen können. Für eine gute Zusammenarbeit sind eben nicht nur die Programmcode-Zeilen sondern auch die Menschen dahinter wichtig.

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